Inkontinenzformen

Es gibt die unterschiedlichsten Inkontinenzformen. Grundsätzlich unterscheidet man bei Inkontinenz zwischen der Harninkontinenz (Blasenschwäche) und Stuhlinkontinenz. Bei der Harninkontinenz, umgangssprachlich auch Blasenschwäche genannt, kommt es zum unkontrollierten Urinverlust. Bei der Stuhlinkontinenz zum unkontrollierten Stuhlverlust. Anbei erhalten Sie einen Überblick über die häufigsten Inkontinenzformen:

Inkontinenzformen besetzt
  • Belastungsinkontinenz
  • Dranginkontinenz
  • Mischinkontinenz
  • Überlaufinkontinenz
  • Nachtröpfeln
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Belastungsinkontinenz

Ursache:
Zu den häufigsten Inkontinenzformen gehört die Belastungsinkontinenz. Im Volksmund wird sie auch als Stressinkontinenz bezeichnet. Ihre Ursache liegt meist in einer Abschwächung der Beckenbodenmuskulatur oder einem geschwächten Bindengewebe. Beides tritt häufig während der Schwangerschaft auf, bleibt in manchen Fällen aber auch nach der Geburt bestehen.

Symptome:
Der Urinverlust erfolgt bei einer Erhöhung des Drucks im Bauchraum. Dies geschieht meist bei Anstrengungen, beispielsweise dem Heben von schweren Gegenständen, beim Niesen, Husten oder Lachen. Die Belastungsinkontinenz wird in drei Schweregrade unterteilt.

Grad der Symptome:

  1. Grad: Der Urinverlust ereignet sich bei schweren körperlichen Belastungen, wie Husten, Niesen oder Lachen.
  2. Grad: Der Urinverlust ereignet sich bereits bei leichteren körperlichen Belastungen, wie beim Aufstehen, Sitzen oder Gehen.
  3. Grad: Der Harnverlust findet auch ohne körperliche Belastung statt, beispielsweise beim Liegen oder Ruhen.

Therapie:
Die vielversprechendste Therapie bei der Belastungsinkontinenz liegt im Beckenbodentraining. Durch gezielte Übungen wird die entsprechende Beckenbodenmuskulatur gestärkt und die Symptome werden effektiv reduziert oder die Inkontinenz langfristig beseitigt. Um sicher und unbeschwert an den Beckenboden-Übungen teilnehmen zu können, helfen Ihnen Inkontinenzeinlagen oder Erwachsenenwindeln. Diese sollten speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein:

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Dranginkontinenz

Ursache:
Die Dranginkontinenz wird umgangssprachlich auch als “überaktive Blase” bezeichnet. Wie der Name vermuten lässt, liegt die Ursache der Dranginkontinenz in einer Überaktivität der Blase. Ursachen für diese Inkontinenzform können eine Störung im Zentralnervensystem, eine Überempfindlichkeit des Blasenmuskels oder Entzündungen an der Blase sein.

Symptome:
Der Harndrang tritt plötzlich auf. Muskeln im Bereich der Blase ziehen sich unkontrolliert zusammen und lösen so den Harndrang aus. Oft tritt er schwallartig auf, so dass der Betroffene es nicht mehr bis zur nächste Toilette schafft. Es kommt zum unkontrollierten Urinverlust. Die Symptome können jederzeit – ungeachtet dessen, wie voll die Blase ist – auftreten. Daher müssen Betroffene der Dranginkontinenz vermehrt, im zweistunden-Takt, die Toilette aufsuchen. Die Dranginkontinenz belegt Platz zwei der häufigsten Inkontinenzformen.

Therapie:
Wie bei allen Inkontinenzformen, sollten Sie bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen und sich in einem Fachgespräch beraten lassen. Zusätzlich hilft Ihnen spezielles Inkontinenzmaterial wieder aktiv und unbeschwert am Leben teilzunehmen. Hierbei ist es wichtig, eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Einlage zu nutzen. Sanubi bietet Ihnen kostenlose Produktmuster und eine persönliche Beratung hierzu an.

Mischinkontinenz

Leidet man an Symptomen der Inkontinenzformen “Belastungsinkontinenz” und “Dranginkontinenz”, spricht man von einer Mischinkontinenz. Unkontrollierter Urinverlust setzt sowohl bei körperlicher Belastung, wie auch akut ein.

Überlaufinkontinenz

Ursache:
Die Überlaufinkontinenz tritt häufig bei Männern auf. Grund für diese Inkontinenzform kann beispielsweise eine Prostatavergrößerung oder ein Tumor sein.

Symptome:
Die Harnröhre wird versperrt, dadurch ist es nicht möglich die Blase völlig zu entleeren. Da die Blase “voll läuft” kommt es zu einem ständigen, meist tröpfchenweisen, Urinverlust. Diese Inkontinenzform wird meist von starken Schmerzen begeleitet.

Therapie:
Bei der Überlaufinkontinenz werden meist Medikamente verabreicht. Bringen sie nicht den gewünschten Erfolg, muss ein chiurgischer Eingriff erfolgen und ein Katheter gelegt werden.

Nachtröpfeln

Ursache:
Beim Nachtröpfeln findet keine vollständig Entleerung der Blase statt. Dadurch findet der Urinverlust unkontrolliert, meist tröpfchweise statt.

Symptome:
Nach dem Toilettengang kommt es zum unkontrollierten Urinverlust, meist nur in Tröpfchenform.

Therapie:
Auch hier helfen spezille, diskrete Einlagen und geben ein sicheres Gefühl. Aufgrund der geringen Mengen ist hier eine Einlage ausreichend, die keinerlei Einschränkungen mit sich bringt. Finden Sie eine – für Sie passende – Einlage:

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