Blasenschwäche

Bei der Harninkontinenz, umgangssprachlich auch Blasenschwäche genannt, kommt es zum unkontrollierten Abgang kleinerer Harnmengen (unkontrollierter Harnverlust). Eine Blasenschwäche entwickelt sich oft langsam, man gewöhnt sich daran und findet Wege, damit niemand etwas mitbekommt. Man passt Stück für Stück den Alltag an die Verfügbarkeit von Toiletten an und versteckt sich, anstatt darüber zu reden.
Die Angst, jemand könnte davon erfahren, vermischt mit einem ungekannten Schamgefühl, definiert den Umgang mit der Blasenschwäche. Und natürlich geht es, irgendwie. Wie alles immer irgendwie ging. Und dann hat es eine weitere Woche niemand mitbekommen, so oft passiert es ja auch gar nicht, bloß keine Risiken eingehen. Wenn sich im Alltag zuhause gerade das Gefühl einstellt, die Herrschaft über die Harninkontinenz zurückerkämpft zu haben und man sich endlich wieder sicher fühlt, ist es nicht verwunderlich, dass mögliche Ausflüge ins Ungewisse zögern lassen. Und so lassen wir uns irgendwann doch von der Inkontinenz beherrschen. Doch das muss nicht sein, denn es gibt Mittel und Wege trotz Blasenschwäche ein aktives und unbeschwertes Leben zu führen.

Arten der Harninkontinenz

Es werden mehrere Arten der Blasenschwäche unterschieden. Zu den häufigsten Inkontinenzformen gehören:

Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz, auch Stressinkontinenz genannt, geht der Harnverlust mit einer Erhöhung des Drucks im Bauchraum einher. Typische Situationen sind das Heben schwerer Gegenstände, Niesen, Husten oder Lachen. Je nach Ausprägung der Inkontinenz genügt schon ein niedriger Druck um den Urinverlust herbeizuführen.

Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz wird umgangssprachlich auch als “überaktive Blase” bezeichnet. Wie der Name schon vermuten lässt, zeichnet sich die Dranginkontinenz durch den plötzlichen Drang aus urinieren zu müssen. Je nach Ausprägung ist es für Betroffene schwer, bis zur nächsten Toilette einzuhalten.

Nachtröpfeln

“Da hilft kein Schütteln und kein Klopfen, in die Hose geht der letzte Tropfen”. Das Sprichwort umschreibt recht treffend, was unter Nachtröpfeln zu verstehen ist. Nach dem Toilettengang treten noch ein paar Urintropfen aus. Das liegt daran, dass die Blase, trotz Toilettengang, nicht vollständig entleert wurde.

Häufige Ursachen der Blasenschwäche

Auch wenn Harninkontinenz vermehrt im Alter auftritt ist es keine typische Alterserscheinung. Mögliche Ursachen für eine Blasenschwäche sind:

Geschwächte Beckenbodenmuskulatur

Blasenschwäche geschwächte Beckenbodenmuskulatur

Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bindegewebe und hat unter anderem die Hauptaufgaben “anspannen” und “entspannen”. Funktioniert das “Anspannen” nicht mehr richtig, kann es zum Harnverlust und somit zur Inkontinenz kommen.

Eingriffe im Beckenraum

Blasenschwäche Eingriffe im Beckenraum

Operationen sind meist mit Nebenwirkungen verbunden. So kann beispielsweise eine Prostataoperation den unerwünschten Nebeneffekt einer Harninkontinenz nach sich ziehen. Über ein entsprechendes Risiko kann Sie am besten Ihr Arzt informieren.

Schwangerschaft

Blasenschwäche Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft wird der Beckenboden stark beansprucht und überdehnt. Das kann zur Folge haben, dass die Blase nicht mehr richtig geschlossen werden kann. So kann es – meist nur vorübergehend – zu einer Harninkontinenz kommen.

Wechseljahre

Blasenschwäche Wechseljahre

Eine aufkommende Blasenschwäche in den Wechseljahren liegt an dem weiblichen Hormonhaushalt. Der Östrogenspiegel sinkt und sorgt für eine überempfindlichkeit der Blase.

Behandlung der Harninkontinenz

In den meisten Fällen ist eine erfolgreiche Behandlung der Inkontinenz möglich. Die Beschwerden können so gänzlich eliminiert oder zumindest deutlich reduziert werden. Mit modernen Hilfsmitteln kann ein weitestgehend normales Leben wieder selbstverständlich werden. Wie so oft in der Medizin ist die Zeit ein kritischer Faktor – je früher Maßnahmen zur Behandlung der Blasenschwäche eingeleitet werden, desto besser sind die Chancen auf ein Gelingen. Im Gespräch mit einem Arzt des Vertrauens können schnell geeignete Therapiemöglichkeiten für die individuelle Form der Inkontinenz aufgezeigt werden. Sobald ein Rezept vorliegt, ist in den meisten Fällen außerdem bei der Inkontinenzversorgung mit Inkontinenzmaterial eine umfassende Erstattung durch die Krankenkasse möglich. Dazu zählen Inkontinenzeinlagen, Windeln für Erwachsene, Pants oder entsprechenden Blasenschwäche-Produkten, die Hygiene und geruchsneutrale Absorbtion zu jeder Zeit gewährleisten. Doch auch für Selbstzahler und für den Einstieg gibt es günstige Lösungen in hoher Qualität. Schauen Sie bei uns im Shop vorbei, um das passende Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden:

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Blasenschwäche bei Männern

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Blasenschwäche bei Frauen

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